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Tuesday, July 27, 2010, Forschung

Pflanzen gegen Dürre wappnen

Maisacker bei Würzburg im Juli 2010

Wie können Pflanzen immer länger werdende Hitze- und Dürreperioden schadlos überstehen? Das untersucht jetzt der neue bayerische Forschungsverbund „Forplanta: Pflanzen fit für die Zukunft“, der seine Arbeit im August aufnehmen wird.

 

Ausgangslage für die Forschungsarbeiten ist die Annahme, dass zukünftig mit zunehmenden Wetterschwankungen sowie mit gehäuften Dürre- und Hitzeperioden gerechnet werden muss. Für Pflanzen bedeutet das Wassermangel und Stress. Dadurch werden sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Wie genau aber reagieren Mais & Co. auf Stress, wenn mehrerer Stressfaktoren gleichzeitig auftauchen? Untersucht werden soll dies an der Modellpflanze Ackerschmalwand.

Stresshormon Abscisinsäure im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stehen der Wasserhaushalt der Pflanzen und das Hormon Abscisinsäure. Dieses wirkt bei Wassermangel wie ein Stresshormon: Es sorgt dafür, dass Spaltöffnungen in der Außenhaut der Blätter geschlossen werden – aus der Pflanze entweicht dann weniger Wasser. Die Forscher wollen den Wirkungsgrad der Abscisinsäure verbessern. Pflanzen sollen auch dann eine zufriedenstellende Wuchsleistung zeigen, wenn ihnen wenig Wasser zur Verfügung steht. Falls das gelingt, stellt sich eine weitere Frage. Wie wirken sich die Manipulationen auf die Hitzetoleranz und auf die Wechselwirkungen der Pflanze mit Schadpilzen und Bakterien aus? Auch diese Frage soll geklärt werden.

Was kann die Grüne Gentechnik leisten?
In vielen Regionen der Erde ändert sich das Klima sehr schnell. Mit der herkömmlichen Pflanzenzüchtung können Pflanzen nicht im gleichen Tempo an neue Bedingungen angepasst werden. Diese Lücke soll die Grüne Gentechnik schließen. Auch gilt es, die Nutzpflanzen gegen Schädlinge fit zu machen, die im Zuge der Klimaänderung einwandern werden. Der naturwissenschaftliche Ansatz wird auch sozialwissenschaftlich-ethisch begleitet. Das Verhältnis von Mensch und Natur soll dabei hinterfragt werden – vor allem im Hinblick auf die Grüne Gentechnik. (ap)

Quelle: www.idw-online.de

 

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